Manuelle Therapie beim Kind


Bei der Manuellen Therapie geht es vorrangig um das Lösen von Blockaden, also von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Diese treten auch schon beim Neugeborenen auf – hervorgerufen z. B. durch die Lage im Mutterlaib oder die Geburt.

Zur Veranschaulichung einige praktische Beispiele:

Bei Säuglingen wirken Blockaden im Bewegungsapparat vor allem an der Wirbelsäule als Entwicklungshindernis. Die betroffenen Bewegungen können mechanisch einfach nicht stattfinden oder werden gemieden.

Beispielsweise funktioniert das Drehen oder das Liegen in Bauchlage nach dem Lösen von Blockaden an der Brustwirbelsäule in der Regel deutlich besser.

Funktionsstörungen der Halswirbelsäule sind oftmals an einer eingeschränkten Kopfrotation ursächlich beteiligt. Diese führt häufig zu einem symmetrisch oder einseitig abgeflachten Köpfchen.

Bei Jugendlichen sei hier z. B. die Behandlung der Wirbelsäule bei Skoliosen genannt.Das Lösen von Blockaden gibt der Wirbelsäule die Möglichkeit (potentielle Beweglichkeit), um auf die korrigierenden Reize der Krankengymnastike und/oder des Korsetts reagieren zu können.

Unabhängig vom Alter des Patienten ist es immer die Aufgabe des Therapeuten, die von uns behandelbaren Funktionsstörungen gegen strukturelle Schäden abzugrenzen.Diese sind von uns nicht behandelbar und werden schon bei Verdacht zur ärztlichen Diagnostik (Röntgen, MRT) weitergeleitet.

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Kinder- und Säuglingsosteopathie) selbst. 

Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.